Baden-Württemberg war 2011 mit zwei ersten und drei dritten Plätzen sowie vielen weiteren Preisen eines der erfolgreichsten Bundesländer in Kiel.

Daniel Weiß (21)
Herbertingen
Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, Bad Saulgau
Die Erfindung von Daniel Weiß erleichtert das handgeführte Schutzgasschweißen mit der sogenannten Wolfram-Inert-Gas-Methode (WIG). Das beliebte, weil nahezu geräuschlose, geruchsarme und saubere Verfahren hat den Nachteil, dass es bei direktem Kontakt zwischen Werkstück und Elektrode zum Auflegieren der Elektrode kommt. Bauteil und Elektrode werden quasi miteinander verschweißt und müssen wieder getrennt werden. Dadurch bricht häufig ein Teil der Elektrodenspitze ab. Der gelernte Mechatroniker entwickelte nun einen Schweißkopf, der ein Auflegieren automatisch verhindert. Die Elektrode wird durch einen Elektromotor in permanente Drehung versetzt. So reduziert sich der Verschleiß auf null. Wie zahlreiche Versuche zeigten, wird auch ein Nachschleifen erst nach vielen Einsätzen nötig.

Simeon Völkel, rechts (20)
Bayreuth
Evangelische Studentengemeinde Bayreuth, Bayreuth
Felix Engelmann, links (19)
Hohentengen / Günzkofen
Störck-Gymnasium, Bad Saulgau
Carina Lämmle (16)
Mittelbiberach
Pestalozzi-Gymnasium, Bieberach
Christian Dangel, rechts (19)
Göffingen
Kreisgymnasium Riedlingen, Riedlingen
Christian Steinhardt (19)
Zwiefalten
Kreisgymnasium Riedlingen, Riedlingen
Die Energie- und Rohstoffpreise steigen ständig. Um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, gewinnen erneuerbare Energien zunehmend an Bedeutung. Christian Dangel und Christian Steinhardt setzten sich zum Ziel, Energie aus Abfällen nachwachsender Rohstoffe zu gewinnen. Sie wollten energiereiche Gase herstellen und die Gasproduktion optimieren. Dazu untersuchten die beiden Nachwuchsforscher verschiedene Rohstoffe mit diversen Zusatzstoffen. Zudem entwickelten sie ein technisches Verfahren, das als Prototyp für eine kontinuierliche großtechnische Synthesegasherstellung dienen könnte. Ihr in der Mikrowelle produziertes Synthesegas kann für chemische Synthesen verwendet oder als Kraftstoff in einem Verbrennungsmotor eingesetzt werden.

Matthias Martin (19)
Tübingen
Gewerbliche Schule Tübingen, Tübingen
Maike Lambarth (19)
Eutingen - Weitingen
Gewerbliche Schule Tübingen, Tübingen
Matthias Martin und Maike Lambarth entwickelten ein neues Verfahren für Markierungsversuche in Fließgewässern. Damit können die verschiedenen Zuflüsse einer Wasserhöhle oder der Ursprung von Quellwasser umweltschonender als bislang bestimmt werden. Die Jungforscher konstruierten zwei automatische, für den Einsatz in Höhlen optimierte Wasserprobennehmer, die sie in der zwischen Bad Urach und Grabenstetten gelegenen Falkensteiner Höhle testeten. Darüber hinaus prüften die jungen Höhlenforscher verschiedene Salze auf ihre Verwendbarkeit als Markierungsstoffe – sogenannte Tracer – in Karstgewässern. Durch den Einsatz unterschiedlicher Salze können dabei mehrere Wasserwege zeitgleich getestet werden.

Carolin Lachner (17)
Lörrach
phaenovum, Hans-Thoma-Gymnasium, Lörach
Jan Philip Dolt, rechts (18)
Dornstadt
Robert-Bosch-Schule, Ulm
Bernhard Petzold, Mitte (18)
Beimerstetten
Robert-Bosch-Schule, Ulm
Andreas Garhofer, links (18)
Dellmensingen
Robert-Bosch-Schule, Ulm

Frederik Benzing (17)
Villingen-Schwenningen
Landesgymnasium für Hochbegabte, Schwäbisch Gmünd