19 Jungforscher aus Baden-Württemberg fahren zum 45. Bundesfinale
Für den 45. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 19 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg qualifiziert. Die Landessieger 2010 wurden heute in Anwesenheit der Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 128 Schülerinnen und Schüler mit 58 Forschungsarbeiten am diesjährigen Landeswettbewerb teil, der von der Robert Bosch GmbH ausgerichtet wurde.
Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Tobias Kühfuß (19) und Christopher Dörrer (18) von der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. Die Auszubildenden entwickelten ein technisches System, das unterschiedliche Gewindetypen automatisch bestimmen kann. Bislang mussten die Gewinde in aufwendiger und zeitintensiver Arbeit per Hand identifiziert werden. Cornelius Hennch (17) und Ali Abbasi (18) vom Bunsen-Gymnasium in Heidelberg waren im Fach Biologie erfolgreich. Die Jungforscher behandelten Zellen aus dem Bindegewebe mit niedrig dosierter radioaktiver Strahlung. Ihre Ergebnisse könnten möglicherweise für die Krebsprävention von Bedeutung sein.
Mit einem innovativen Sensor zur quantitativen Bestimmung von Wasserstoff konnten sich Katja Mahlenbrei (17) und Verena Baier (18) vom Kreisgymnasium Riedlingen in Chemie durchsetzen. Das Gerät der Schülerinnen ermöglicht den Nachweis auch sehr kleiner Stoffkonzentrationen. Den ersten Preis in Geo- und Raumwissenschaften errangen Christopher (17) und Klaus-Peter (19) Becker vom Peter-Petersen-Gymnasium in Mannheim. Die Brüder entwickelten ein Computerprogramm, mit dem sich die Ausbreitung einer HIV-Infektion in Afrika simulieren lässt.
Körperbehinderten Menschen die Arbeit mit dem Computer zu erleichtern war das Ziel von Johannes (18) und Manuel Müller (18) vom Gymnasium Überlingen. Dazu konstruierten die Zwillinge einen Laserpointer, der zur Steuerung des Computers verwendet wird. Die 18-Jährigen siegten im Fach Mathematik/Informatik. Jonas Klinkhammer (19), Paul Kabisch (19) und Andreas Mayer (20) vom Kepler-Seminar für Naturwissenschaften in Stuttgart konstruierten einen Sensor, der radioaktive Strahlung sichtbar macht. Dabei werden mit einer selbst programmierten Software Digitalfotos aufgenommen und automatisch ausgewertet. Ihr innovatives Projekt wurde mit dem ersten Preis im Fachgebiet Physik ausgezeichnet.
Die Feuerwehr setzt bei ihren Einsätzen Rettungsleinen ein, um Menschen aus Notlagen zu befreien oder ihren Rückweg zu sichern. Die Technik-Landessieger Marc Imbery (20), Fabian Rupp (21) und Fabian Anhorn (21) von der SICK AG in Waldkirch entwickelten eine automatisierte Wicklungsmaschine, die ein schnelles und sicheres Aufrollen der Feuerwehrrettungsleinen ermöglicht. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurden Florian Schreier (20), Thomas Irion (18) und Lukas Dieterle (20) vom Fürstenberg-Gymnasium in Karlsruhe ausgezeichnet. Die Jungforscher entwarfen eine Software, die Schwarmverhalten anschaulich darstellt.
Nach den Landeswettbewerben im März findet der 45. Bundeswettbewerb vom 13. bis 16. Mai 2010 in Essen statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der ThyssenKrupp AG.