Landeswettbewerb 2011

Mit Eieranmalmaschine und Kettenbrüchen zum Erfolg


Plakatmotiv2011.jpg


Die Jugend forscht Landessieger 2011 aus Baden-Württemberg stehen fest



Für den 46. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 16 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg qualifiziert. Die Landessieger 2011 wurden heute in Stuttgart ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Robert Bosch GmbH, präsentierten 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 60 Forschungsarbeiten.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegte Daniel Weiß (21) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Bad Saulgau mit einem optimierten Schweißverfahren. Der Jungforscher entwickelte eine Vorrichtung für ein Schweißgerät, die das unbeabsichtigte Verschweißen der Elektrode mit dem Werkstück verhindert. Jonas Fink, Philipp Graef und Dominik Zetschok vom Maria von Linden-Gymnasium in Calw waren im Fach Biologie erfolgreich. Mithilfe unterschiedlicher Analysemethoden gelang es den 19-Jährigen, die antibakterielle Wirkung ausgewählter mediterraner Pflanzen nachzuweisen.

Mit Energie aus nachwachsenden Rohstoffen beschäftigten sich die Chemie-Landessieger Christian Dangel (19) und Christian Steinhardt (19) vom Kreisgymnasium Riedlingen. Die Nachwuchswissenschaftler fanden heraus, dass mit Mikrowellen bestrahltes Holz unter bestimmten Bedingungen Gas produziert, das als Kraftstoff eingesetzt werden kann. Matthias Martin und Maike Lambarth von der Gewerblichen Schule Tübingen entwickelten ein umweltschonendes Verfahren zur Bestimmung von Fließwegen und -geschwindigkeiten von Gewässern. Mit ihrem Projekt überzeugten die beiden 19-Jährigen die Jury im Fach Geo- und Raumwissenschaften. In Mathematik/Informatik siegte Frederik Benzing (17) vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd mit einer Arbeit zu Kettenbrüchen, einer Fragestellung aus dem Bereich der Zahlentheorie.

Wird zwischen zwei Gläsern mit speziell vorbehandeltem Wasser eine Hochspannung erzeugt, entsteht dort eine sogenannte Wasserbrücke. Mithilfe selbst entwickelter Analyseverfahren untersuchte Carolin Lachner (17) vom Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach dieses aktuelle physikalische Phänomen. Für ihre Arbeit wurde die Jungforscherin mit dem ersten Preis im Fach Physik ausgezeichnet. Jan Philip Dolt (18), Bernhard Petzold (18) und Andreas Garhofer (18) von der Robert-Bosch-Schule in Ulm überzeugten die Jury im Fachgebiet Technik mit ihrer selbst konstruierten Maschine zum Bemalen von Eiern. Sämtliche Befehle werden dabei über eine eigens programmierte Software gesteuert.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Simeon Völkel (20) von der Evangelischen Studentengemeinde Bayreuth, Felix Engelmann (19) vom Störck-Gymnasium in Bad Saulgau und Carina Lämmle (16) vom Pestalozzi-Gymnasium in Biberach. Die drei Jungforscher untersuchten, wie sich zwei nicht mischbare Flüssigkeiten in einem spiralförmigen Schlauchsystem verhalten, wenn es mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Rotation versetzt wird. Dieses Verfahren wird in der analytischen Chemie zur Trennung von Stoffen verwendet.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 46. Bundesfinale vom 19. bis 22. Mai 2011 in Kiel statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V.

Hier finden Sie die Landessieger 2011.