Landeswettbewerb Schüler experimentieren Baden-Württemberg 2019


Die Landessieger


ARBEITSWELT Sieger Arbeitswelt


Mehr Power durch Powernapping?


Emma Jehle, Ludwig-Frank-Gymnasium Mannheim
Linda Messner, Ludwig-Frank-Gymnasium Mannheim
Lilli Mehltretter, Ludwig-Frank-Gymnasium Mannheim


Betreuung: Carolin Möbus, Stephanie Sprinz


Immer mehr Firmen bieten es an: Das kurze Schläfchen für zwischendurch zum Energietanken und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Um zu erforschen, ob dies wirklich funktioniert und dem Thema Schlaf weiter auf den Grund zu gehen, haben wir ein Schlaflabor besucht, eine Umfrage zum Schlafverhalten gestartet sowie verschiedene Tests mit einer Schlaf-/Kontrollgruppe durchgeführt. Wir haben u. a. herausgefunden, dass sich viele Menschen während der Woche nicht erholt fühlen, Powernapping tatsächlich die Lern-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit fördert, bislang jedoch nur wenige Menschen regelmäßig Mittagsschlaf
halten (Grund: fehlende Räume / Zeit). Damit Schüler weniger unter Schlafmangel und Konzentrationsproblemen leiden, wünschen wir uns Powernapping-Räume in Schulen und einen späteren Schulbeginn (8.45 Uhr).
 


BIOLOGIE

Sieger Biologie

Kann die Venusfliegenfalle (Dionea muscipula) zählen?


Julian Kehm, Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach
Ort der Projekterstellung: phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck


Betreuung: Renate Spanke


Wer findet fleischfressende Pflanzen nicht interessant?
Nachdem ich eine Venusfliegenfalle bekommen hatte, wollte ich im Internet recherchieren, wie ich sie am besten pflege. Dabei stieß ich auf einen Artikel von Spiegel Online mit dem Titel: „Die dritte Berührung bringt den Tod“. Darin steht, dass die Venusfliegenfalle ihre Beutekontakte zählt. Eine Pflanze soll zählen können? Dem wollte ich auf den Grund gehen. Neben meinen Versuchen zur optimalen Haltung der Pflanzen begann ich zu überprüfen, was es braucht, damit die Fallen schließen, und ob Zahlen dabei eine Rolle spielen. Ich habe versucht, den Verdauungsprozess mit und ohne Inhalt auszulösen, und geschaut, ob die Zahl 3 wirklich den Tod bringt. Abschließend kann ich sagen: Die Venusfliegenfalle kann zählen und sich sogar eine Zeit lang die Berührungen merken!

 


CHEMIE


Sieger Chemie

Blubber-Badekugeln selbst gemacht


Ronja Steiner, Grundschule Öschelbronn Gäufelden
Klara Weimer, Grundschule Öschelbronn Gäufelden


Betreuung: Katharina Steiner, Anna Enssle
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Auf einem Kindergeburtstag haben wir Badekugeln selbst gemacht. Dabei ist uns aufgefallen, dass es im Internet viele Rezepte mit unterschiedlichen Zutaten gibt. Wir wollten herausfinden, aus welchen Zutaten eine möglichst gute Badekugel-Mischung besteht. Die Kugeln sollen schön bunt sein, der Haut beim Baden nicht schaden, das Badewasser deutlich färben, schäumen und in der Badewanne keine Spuren hinterlassen.
Wir haben viele verschiedene Badekugeln hergestellt, in Wasser bei unterschiedlichen Temperaturen aufgelöst und dann zum Beispiel den pH-Wert und die Schaumhöhe gemessen. Mit unseren Ergebnissen haben wir ein eigenes Rezept entwickelt. Dieses unterscheidet sich von den Rezepten, die wir im Internet gefunden hatten: Es enthält mehr Zitronensäure als Natron
und außerdem Lecithin als Emulgator.

 


GEO- UND RAUMWISSENSCHAFTEN


Sieger Geo- und Raumwissenschaften

Nessie-ungeheure Daten aus dem Wasser


Mika Köhler, Gymnasium Spaichingen
Damian Saramaga, Gymnasium Spaichingen


Betreuung: Manuel Vogel, Dr. Anne Hahn


Im vergangenen Wettbewerbsjahr haben wir ein handliches ferngesteuertes Boot entwickelt, mit dem man Sauerstoffsättigung, Wassertemperatur, Nitratwerte, pH-Werte und weitere Umweltparameter im Wasser bestimmen kann. Es ist für Angler und Teichbesitzer nützlich, denn Wasserwerte am Fluss messen ist einfach, aber was ist mitten im See? Die Werte in der Seemitte sind anders als am Ufer. In Absprache mit dem Angelverein Denkingen haben wir das Boot am Riedbachweiher getestet und in diesem Jahr erste Umweltdaten genommen, um einem Fischsterben auf die Spur zu kommen. Unser Projekt hat sich bei vielen Messungen über unser Boot, einem selbst entwickelten Tiefenheber bis hin zu einer Drohne weiter entwickelt und wir haben auf Basis unserer Messergebnisse gemeinsam mit dem Angelverein die Ursache für das Fischsterben und Lösungen für das Problem gefunden.

 


BIOLOGIE


Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt


bio/Interdisziplinär

Grillen (verboten) erlaubt:


Untersuchung von gryllus campestris
Leonard Münchenbach, Goethe-Gymnasium Emmendingen
Ort der Projekterstellung: aluMINTzium Emmendingen


Betreuung: Carsten Münchenbach, Anna Mahlau


Im Sommer 2018 habe ich in unserem Garten zwei Feldgrillen (gryllus campestris) gefunden. Ich habe die Lebensweise, Fortpflanzung und Paarung der Feldgrille und Larven genauer beobachten können und besondere Aufmerksamkeit auf das Zirpen (Stridulation) gerichtet.
Ich habe mit Hilfe einer Frequenzanalyse eine Abhängigkeit der Stridulation von Uhrzeit, Temperatur und Gewitter entdeckt. Außerdem habe ich das Dolbearsche Gesetz auf gryllus campestris übertragen, wodurch ich jetzt mit Hilfe der Anzahl der Zirplaute pro Sekunde die Temperatur in °C berechnen kann. Mit einem Tiefpass-Filter, den ich entwickelt habe, kann man die Frequenzen der Stridulation filtern, wenn man mal Ruhe haben will.

 

 


MATHEMATIK/INFORMATIK


Sieger Mathe/Informatik

Brüche – periodisch mit System?


Verona Miftari, Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach
Florian Bauer, Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach
Ort der Projekterstellung: phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck


Betreuung: Pirmin Gohn


Immer wieder steht man vor der Frage, ob man lieber mit Brüchen oder mit Dezimalzahlen
rechnen soll. Gerade lange Perioden machen das Rechnen mit Dezimalzahlen aufwendig,
doch viele Menschen rechnen ungern mit Brüchen.
Der Bruch drei Viertel ist nicht periodisch, ein Drittel hingegen schon; doch wie sieht es mit
anderen Brüchen wie dreizehn Einhundertdreiundvierzigstel aus? Wir haben uns damit befasst,
woran man erkennen kann, ob die Dezimaldarstellung eines Bruches periodisch wird,
von was die Periodenlänge abhängt und wie es sich in anderen Stellenwertsystemen, wie
zum Beispiel dem Binärsystem, verhält.

 

 


PHYSIK


  Sieger Physik

Dunkle Materie in Galaxien


Catharina Hock, Lessing-Gymnasium Mannheim


Betreuung: Dr. Markus Pössel, Dr. Martin Miksch


Die meisten Galaxien rotieren auf andere Weise, als man es erwarten würde, wenn man nur von ihrer sichtbaren Materie ausgeht. Daher postulieren Astronomen seit den späten 1970er Jahren, dass es in den Galaxien eine unsichtbare Form von Materie gibt, sogenannte ‚Dunkle Materie‘. Ziel dieses Projektes ist es, aus frei verfügbaren Daten von bodengebundenen und Weltraumteleskopen Informationen über die Verteilung von Dunkler Materie in ausgewählten Galaxien abzuleiten. Im ersten Schritt werden dazu aus radioastronomischen Daten die Rotationskurven der be-treffenden Galaxien ermittelt. Im zweiten Schritt wird aus Infrarotdaten und einer selbst programmierten Simulation die Rotationskurve vorhergesagt, die aufgrund der sichtbaren Materie der Galaxie zu erwarten wäre. Aus den Unterschieden zwischen der tatsächlichen und der simulierten Rotationskurve werden die Regionen ermittelt, in denen Materie „fehlt“, also Dunkle Materie vorhanden sein könnte.

 

 


TECHNIK


Sieger Technik

UnoMat – ein Roboter, der UNO spielt


Josef Kassubek, Georg-Büchner- Gymnasium Rheinfelden
Ort der Projekterstellung: Zu Hause


Computerspiele sind einseitig und langweilig, aber wie wäre es mit einem richtigen Automat, der mit einem spielt? Ich möchte einen Roboter bauen, der mit mir UNO spielt. Dazu verwende ich einen Arduino. Die Schwierigkeiten sind, dass der Arduino die richtige Karte legt, die richtige erkennt und dass er die Karten umdreht. Mein UnoMat kann nicht nur die Regeln, sondern er legt die Karten sogar automatisch.

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