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Zu Gast in Brüssel: Elf Preisträgerinnen und Preisträger stellen Forschungsprojekte vor

Elf aktuelle Preisträgerinnen und Preisträger von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb Jugend forscht präsentieren am Dienstag, 23. Juni 2026, ihre kreativen und spannenden Forschungsprojekte in Brüssel. Auf Einladung der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union (EU) stellen sie ihre Projekte im Rahmen einer exklusiven Ausstellung Mitarbeitenden der EU-Kommission, Abgeordneten des Europaparlaments sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft vor.

In Brüssel mit dabei ist Julian Scharnowski (20) vom Jugendforschungszentrum Heilbronn. Er entwickelte „Die VaP!“, eine Vakuumpinzette, mit der winzige Elektronikbauteile auf Platinen gesetzt werden können. Mit herkömmlichen Pinzetten rutschen die Teile leicht weg oder lassen sich kaum greifen. Aus diesem Grund konstruierte Julian  eine Vakuumpinzette, die die Bauteile mithilfe von Unterdruck ansaugt und präzise platziert. Er entwickelte mehrere Prototypen, optimierte Griff, Elektronik sowie Steuerung und testete verschiedene Materialien, um empfindliche Bauteile vor statischer Aufladung zu schützen. Die Spitzen der Pinzette lassen sich per Schnellwechselsystem tauschen, wobei das Gerät die aufgesetzte Spitze automatisch erkennt. Die Messungen zeigten, dass die Vakuumpinzette leise, stabil und zuverlässig arbeitet. Dabei kostet sie deutlich weniger als vergleichbare Profiwerkzeuge.
Julian gewann beim Bundesfinale den Bundessieg – Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit.

„Die Vertretung des Landes Hessen in Brüssel ist morgen ein Schaufenster für das kreative Potenzial unserer Jugend. Wer Europa zukunftsfähig und wettbewerbsfähig halten will, muss in die MINT-Förderung und in den wissenschaftlichen Nachwuchs investieren“, so der Hessische Europaminister Manfred Pentz. „Was die jungen Forscherinnen und Forscher in Brüssel zeigen, ist sehr beeindruckend. Sie beweisen eindrucksvoll, dass aus Neugier und Forschergeist echte Lösungen für Zukunftsfragen entstehen. Es ist uns ein Herzensanliegen, diesen klugen Köpfen nicht nur in der Heimat, sondern auch hier auf dem europäischen Parkett eine unüberhörbare Stimme zu geben.“

„Es freut uns sehr, dass auch dieses Jahr wieder ausgewählte Jungforschende die Chance haben, ihre Forschungsprojekte in Brüssel zu präsentieren“, sagt Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V. „Der Empfang in der Hessischen Landesvertretung und die damit verbundene internationale Sichtbarkeit würdigen die tollen Leistungen der jungen MINT-Talente auf besondere Weise. Zugleich erhalten die jungen Menschen wertvolle Einblicke in zentrale Aspekte von Forschung und Wissenschaft im europäischen Kontext.“ Am Vortag entdeckten die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler das Zentrum von Brüssel bei einer Stadtführung.

Im Verlauf der Tage in Brüssel besuchen sie neben der Hessischen Landesvertretung auch das Europäische Parlament und ein Besuch der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission steht ebenso auf dem Programm der jungen MINT-Talente.

Eine Liste der Preisträgerinnen und Preisträger, die in Brüssel zu Gast sind, finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung.

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