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Junge Tüftler auf der Erfindermesse iENA 2026

Ab 31. Oktober sind in Nürnberg ein neuartiges Brettspiel, ein multifunktionaler Sammelroboter und eine KI-gestützte Drohnenabwehr zu bestaunen

Vier Preisträger von Jugend forscht präsentieren ab Samstag, 31. Oktober, ihre innovativen Forschungsprojekte auf der iENA 2026, der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“, in Nürnberg. Die Jungforscher haben Ende Mai am 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb in Herzogenaurach teilgenommen. Fachpublikum und interessierte Öffentlichkeit können sich bis zum 2. November am Ausstellungsstand C11 der Stiftung Jugend forscht e. V. in Halle 4 auf dem Messegelände vom Einfallsreichtum und von der Kreativität der jungen MINT-Talente überzeugen.

Luc Bischoff (19) aus dem baden-württembergischen Wimsheim entwickelte ein digitales LED-Spielbrett, das klassische Brettspielvarianten mit moderner Technik und Spielspaß verbindet und gleichzeitig gezielt kognitive Fähigkeiten trainiert. „The Brett“ kombiniert traditionelle Elemente wie Würfeln und Figurenbewegen mit digitaler Technik. Die integrierten LED-Felder ermöglichen die Darstellung unterschiedlicher Spielarten. Das System ist eine digitale Spielesammlung, die sowohl klassische Brettspiele als auch Lern-, Reaktions-, Wissens-, Rate- und Konzentrationsspiele umfasst.

Drohnen stellen ein wachsendes Risiko für die Sicherheit kritischer Infrastruktur dar. Bekannte Abwehrmethoden wie Störsender oder das Abfangen mit Netzen können Menschen durch unkontrollierte Abstürze gefährden. Christoph Julius von Rodbertus (18) aus Tarp und Philipp Grieffenhagen (18) aus Wittmoldt entwickelten mit „AntiSpy“ ein alternatives KI-gestütztes System, das verdächtige Drohnen frühzeitig erkennt und zerstörungsfrei neutralisiert. Eine Abwehrdrohne sprüht dabei aus sicherer Entfernung eine stark trübende Flüssigkeit auf die Kamera der fremden Drohne. Diese Sensorblendung blockiert deren Sicht, ohne sie zu beschädigen.

Der Mülldienst auf dem Schulhof seiner eigenen Schule brachte Collin Esslinger (17) aus Koblenz auf die Idee, einen flexiblen Sammelroboter zu entwickeln, der das Auflesen des Mülls automatisiert unterstützt. Der Jungforscher konstruierte einen autonomen Roboter, der mithilfe von Sensoren, Motoren, Greifarm, KI-basierter Objekterkennung und Kartierungsverfahren seine Umgebung selbstständig erkundet. Das „ColBot“ genannte System kann gezielt Objekte finden, aufnehmen und sie effizient zu einem Sammelpunkt transportieren.

„Die auf der iENA präsentierten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass Jugend forscht jungen Erfinderinnen und Erfindern die perfekte Plattform bietet, um eigene Ideen zu entwickeln, Neues auszuprobieren und ihre technischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen“, sagt Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V. „Hier können sie ihre Neugier und ihren Erfindergeist ausleben, Erfahrungen sammeln und erleben, wie aus einer ersten Idee eine echte Innovation wird.“

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